Veawolf auf der Gamescom: Zwischen Vampir und Werwolf wird jeder Kampf zur Gestaltfrage

Gamescom 2026

Veawolf auf der Gamescom: Zwischen Vampir und Werwolf wird jeder Kampf zur Gestaltfrage

Veawolf auf der Gamescom: Zwischen Vampir und Werwolf wird jeder Kampf zur Gestaltfrage

Auf der Gamescom konnten wir einen genaueren Blick auf Veawolf werfen, das kommende Actionspiel von Megabit Publishing. Im Mittelpunkt steht dabei ein ungewöhnliches Spielprinzip: Statt sich für eine einzige übernatürliche Gestalt zu entscheiden, schlüpfen wir sowohl in die Rolle eines Vampirs als auch in die eines Werwolfs. Zwischen beiden Formen lässt sich während des Spiels jederzeit wechseln – ein Mechanismus, der nicht nur optisch für Abwechslung sorgt, sondern vor allem für das Kampfsystem eine zentrale Rolle spielt.

Denn beide Gestalten verfügen über ihre ganz eigenen Stärken und Schwächen. Der Werwolf präsentiert sich dabei als brachialer Nahkämpfer, der vor allem auf direkten Schaden und offensive Aktionen setzt. Wer den Gegnern gerne unmittelbar entgegentritt und sich mitten ins Getümmel stürzt, dürfte mit dieser Form entsprechend viel Freude haben. Der Vampir schlägt dagegen einen deutlich defensiveren Weg ein. Hier steht weniger der pure Angriff im Vordergrund, sondern vielmehr ein vorsichtigeres Vorgehen, bei dem die eigenen Fähigkeiten genutzt werden müssen, um sich gegen die Gegner zu behaupten.

Der Wechsel zwischen den beiden Formen soll dabei nicht nur eine nette Spielerei sein. Vielmehr entsteht dadurch eine taktische Komponente, bei der es darauf ankommt, die jeweilige Gestalt im richtigen Moment einzusetzen. Je nach Situation kann es also sinnvoll sein, vom offensiven Werwolf zum defensiveren Vampir zu wechseln und anschließend wieder die Gestalt anzunehmen, die besser zur aktuellen Kampfsituation passt. Das sogenannte Shapeshifting Combat bildet damit einen wichtigen Bestandteil des Spielerlebnisses.

Zusätzliche Dynamik bringt das sogenannte „Zorn“-System ins Spiel. Während der Kämpfe sammeln wir Zorn, der zunächst aufgebaut werden muss. Haben wir eine bestimmte Menge erreicht, steht uns schließlich eine mächtige Ultimate-Fähigkeit zur Verfügung. Dadurch entsteht ein weiterer Faktor, den wir während der Auseinandersetzungen im Auge behalten müssen. Statt die stärkste Fähigkeit jederzeit einsetzen zu können, gilt es zunächst, entsprechend Zorn zu sammeln und anschließend den richtigen Moment für den Einsatz abzupassen.

Optisch geht Veawolf einen eher cartoonartigen Weg. Der Stil wirkt bewusst verspielt und entfernt sich damit von einer möglichst realistischen Darstellung der beiden Kreaturen. Gleichzeitig soll die Welt trotz des gewählten Looks abwechslungsreich ausfallen. Besonders deutlich wird das bei den unterschiedlichen Klimazonen, durch die uns das Abenteuer führen wird. Dadurch verspricht das Spiel nicht nur spielerische, sondern auch visuelle Abwechslung im Verlauf der Reise.

Neben den Kämpfen wird es außerdem einen Rückzugsort geben, der als eine Art Basis für unseren Charakter dient. Hier können wir unter anderem mit verschiedenen Trainern interagieren und neue Fähigkeiten erlernen. Damit fungiert dieser Bereich nicht nur als Ruhepunkt zwischen den Abenteuern, sondern soll gleichzeitig Möglichkeiten zur Weiterentwicklung des eigenen Charakters bieten.

Interessant ist dabei auch das Fortschrittssystem von Veawolf, denn auf einen klassischen Skilltree verzichten die Entwickler. Stattdessen erhalten wir nach den jeweiligen Level-Abschnitten die Möglichkeit, uns zwischen drei verschiedenen Pfaden zu entscheiden. Je nachdem, welchen Weg wir einschlagen, erhalten wir beispielsweise eine Rune, die unseren Charakter beziehungsweise bestimmte Fähigkeiten verbessert, oder können uns für eine Heilung entscheiden. Das System soll damit für etwas mehr Entscheidungsfreiheit sorgen und gleichzeitig dafür sorgen, dass die Entwicklung des Charakters stärker von den jeweiligen Entscheidungen während des Spiels abhängt.

Insgesamt präsentierte sich Veawolf auf der Gamescom als interessante Mischung aus actionreichem Kampfspiel und übernatürlichem Abenteuer. Vor allem der Wechsel zwischen Vampir und Werwolf könnte dabei für die nötige Eigenständigkeit sorgen. Während der Werwolf mit seiner brachialen Spielweise eher die offensive Richtung vorgibt, steht beim Vampir ein defensiverer Ansatz im Mittelpunkt. Zusammen mit dem Zorn-System und dem ungewöhnlichen Fortschrittssystem entsteht dadurch ein Kampfsystem, das auf den ersten Blick einige interessante Ansätze bietet.

Bis wir selbst endgültig zwischen Fangzähnen und Klauen wechseln können, müssen wir uns allerdings noch etwas gedulden. Veawolf soll voraussichtlich im ersten Quartal 2027 für PC und Konsolen erscheinen.